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Schnelle Sonntagsbrötchen mit Trockenhefe backen wie vom Bäcker? Ja, das geht! Wie die einfachen Weizenbrötchen funktionieren und worauf es ankommt, erfährst du in diesem Beitrag. Damit werden sie außen super knusprig und innen wunderbar weich und fluffig. Das perfekte Brötchen Rezept zum Frühstück oder Brunch (nicht nur) am Sonntag.

Neulich habe ich mal ein Experiment mit Trockenhefe gestartet. Eigentlich backe ich nämlich liebend gern mit Brötchen mit frischer Hefe, was aber viele Leser und Leserinnen nicht so gerne mögen. So griff ich dann selbst mal zu den Tütchen mit Hefe in Pulverform.
Herausgekommen sind diese schnellen Sonntagsbrötchen wie vom Bäcker. Und ich muss sagen, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die einfachen Brötchen sind innen mega fluffig und außen wunderbar knusprig geworden.
Mit gerade einmal 30 Minuten Gehzeit stehen sie in kürzester Zeit auf dem Frühstückstisch – schneller geht es kaum. Perfekt, um mit frischen Frühstücksbrötchen in den Sonntag zu starten.
Trockenhefe sorgt dafür, dass der Teig schön locker aufgeht und die Brötchen ihre typische fluffige Krume bekommen. Wie Hefe genau wirkt und warum sie ein so wichtiger Bestandteil beim Brötchenbacken ist, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung sehr anschaulich.
Vor dem Backen war ich noch nicht so überzeugt davon, dass die Hefebrötchen so gut werden würden. Im Backofen entfalteten sich dann das wahre Wunder – sind sie doch so herrlich aufgegangen.

- Weizenmehl Type 405
Sorgt für eine besonders feine, lockere Krume und ist ideal für schnelle Sonntagsbrötchen ohne lange Gehzeit. - Zucker
Eine kleine Menge Zucker gibt der Trockenhefe den nötigen Startschub und unterstützt eine schöne Bräunung der Brötchen. - Salz
Bringt Geschmack ins Gebäck und stabilisiert gleichzeitig die Teigstruktur. - Wasser
Lauwarmes Wasser aktiviert die Hefe optimal und sorgt für einen geschmeidigen Hefeteig. - Milch (3,5 % Fett)
Macht die Brötchen besonders weich und verleiht ihnen ein mildes Aroma. - Butter
Sorgt für Saftigkeit, Geschmack und eine zarte Krume – typisch für klassische Weizenbrötchen. - Backmalz (alternativ Zuckerrübensirup)
Unterstützt die Hefetätigkeit und sorgt für eine schöne Farbe sowie ein leicht malziges Aroma. Alternativ kannst du Zuckerrübensirup verwenden oder das Backmalz auch weglassen. - Trockenhefe
Praktisch, lange haltbar und ideal für schnelle Brötchen, die zuverlässig aufgehen.

Die visuelle Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier, alle Zubereitungsschritte zum Ausdrucken stehen weiter unten in der Rezeptkarte.
1. Teig kneten und gehen lassen
Schritt 1: Zuerst mischst du das Wasser mit der Milch und erhitzt die Flüssigkeit, bis sie handwarm bzw. lauwarm ist. Dann fügst du Trockenhefe und einen Teelöffel des Zuckers hinzu und verrührst alles miteinander, bis Zucker und Hefe sich aufgelöst haben. Lasse das Gemisch für 10 bis 15 Minuten stehen, bis die Hefe gut aktiv ist und sich Bläschen bzw. Schaum bilden.

Schritt 2: Nun lässt du die Butter schmelzen – entweder in einem kleinen Topf auf dem Herd oder in einer Tasse für 30 Sekunden in der Mikrowelle.

Schritt 3: Danach füllst du das Mehl, Ei, Zucker, die geschmolzene Butter und die Hefemischung in die Rührschüssel deiner Küchenmaschine. Die Zutaten knetest du erst auf geringer Stufe, dann auf mittlerer Stufe für 5 Minuten zu einem Hefeteig. Dann fügst du das Salz hinzu und knetest den Teig noch einmal für 5 Minuten. Klebt der Teig zu sehr, dann fügst du noch etwas Mehl hinzu und knetest ihn noch einmal kurz durch.

Schritt 4: Nach dem Kneten des Hefeteigs deckst du die Schüssel mit Frischhaltefolie und lässt den Teig für 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen. Er sollte sich in etwa verdoppeln. Nach der Gehzeit stellst du eine feuerfeste Schale mit Wasser in den Backofen (so werden die Brötchen mit Dampf gebacken) und heizt ihn auf 200 °C Ober/Unterhitze vor.

2. Brötchen formen und backen
Schritt 5: Deine Arbeitsfläche bestäubst du nun leicht mit Mehl und knetest den Hefeteig noch einmal mit der Hand durch. Aus dem Hefeteig formst du eine Rolle und stichst mit einer Teigkarte 8 möglichst gleich große Teiglinge ab.

Schritt 6: Jeden Teigling formst du nun zu einem Brötchen. Dafür ziehst du den Teig vom Rand her in die Mitte, das wiederholst du rundherum mehrmals. Die untere Seite wird nun glatt, das Brötchen bekommt Spannung. und wird rund bzw. oval geformt.

Schritt 7: Die Brötchen legst du mit der gefalteten Seite nach unten und der unteren glatten Seite nach oben zeigend auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Achte dabei auf genügend Abstand zwischen den Hefebrötchen, da sie im Backofen noch aufgehen werden. Danach pinselst du die Oberfläche mit Wasser ein.

Schritt 8: Mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge schneidest du die Brötchen der Länge nach ca. 1 cm tief ein. Gehe dabei vorsichtig vor, so dass du nicht zu tief schneidest und dich nicht verletzt.

Schritt 9: Das Backblech schiebst du auf der mittleren Schiene in den Backofen und backst die Weizenbrötchen für ca. 15 Minuten bis sie goldgelb bis goldbraun sind. Nach dem Backen lässt du die Brötchen auf einem Auskühlgitter abkühlen.

Connys Tipps für perfekte Brötchen mit Hefeteig
- Lasse die flüssigen Zutaten (Wasser, Milch) nicht zu heiß werden – zu hohe Temperaturen schaden den Hefezellen und dein Teig geht dann möglicherweise nicht gut auf.
- Verwende keine alte Hefe – achte auf das Haltbarkeitsdatum. Ist das Datum überschritten, so kaufe lieber ein neues Päckchen Trockenhefe. Alte Hefe kannebenfalls ein Grund dafür sein, wenn dein Hefeteig nicht aufgeht.
- Esse die Brötchen möglichst frisch noch am gleichen Tag, da schmecken sie am besten.
- Aufbewahrung: am besten in eine Papiertüte eintüten und dann in einer Brotbox lagern. Alternativ in einer Plastiktüte aufbewahren.
- Anfeuchten und dann noch einmal kurz bei 200°C aufbacken – so schmecken schnelle Sonntagsbrötchen auch die nächsten Tage noch herrlich.
Backst du lieber mit Dinkelmehl, so kann ich dir meine einfachen knusprigen Dinkelbrötchen ans Herz legen.

Mit Körnern, Saaten oder Käse
- Körner und Saaten wie Sonnenblumenkerne, Sesam, Mohn, Kürbiskerne oder Leinsamen bringen mehr Biss und ein leicht nussiges Aroma.
- Du kannst die Körner direkt unter den Teig mischen oder die geformten Brötchen vor dem Backen oben damit bestreuen.
- Für extra Geschmack lassen sich die Saaten vorher kurz in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
- Käsevarianten gelingen besonders gut mit geriebenem Gouda, Emmentaler oder Bergkäse – entweder im Teig oder als Topping für eine goldbraune Kruste.
- Möchtest du die Brötchen laktosefrei oder vegan backen, kannst du die Milch einfach durch Wasser oder eine pflanzliche Alternative (z. B. Haferdrink) ersetzen.
- Die Butter lässt sich problemlos gegen pflanzliche Margarine austauschen, ohne dass die Brötchen an Lockerheit verlieren.
- Geschmack und Konsistenz bleiben angenehm weich, die Brötchen werden nur minimal weniger buttrig – dafür aber sehr bekömmlich.
Schnelle Brötchen aus Dinkelmehl
- Das Weizenmehl kann vollständig durch Dinkelmehl Typ 630 ersetzt werden.
- Dinkel nimmt etwas mehr Flüssigkeit auf, der Teig wirkt daher weicher und leicht klebrig – das ist völlig normal.
- Wichtig: Den Teig nicht zu lange kneten, da Dinkel empfindlicher ist als Weizen.
- Das Ergebnis sind milde, lockere Dinkelbrötchen, die sich perfekt für süße und herzhafte Beläge eignen.

Haltbarkeit, Aufbewahrung & Aufbacken
Wie lange bleiben die Brötchen frisch?
- Frisch gebacken schmecken die Sonntagsbrötchen am besten – mit knuspriger Kruste und weicher, fluffiger Krume.
- Luftdicht verpackt (z. B. in einem Brotbeutel oder einer gut schließenden Dose) halten sie sich problemlos 1 bis 2 Tage.
- Wichtig: Die Brötchen müssen vor dem Verpacken vollständig ausgekühlt sein, sonst wird die Kruste weich und verliert an Knusprigkeit.
- Brötchen leicht mit Wasser besprühen oder kurz unter fließendes Wasser halten.
- Bei 180 °C Ober-/Unterhitze für 5–8 Minuten im Ofen aufbacken.
- Dadurch wird die Kruste wieder knusprig und das Innere angenehm weich.
- Alternative: Im Airfryer bei 160–170 °C für ein paar Minuten aufbacken und dabei im Blick behalten.

Eine ganz kurze Ruhezeit ist sinnvoll, damit die Hefe arbeiten kann. Komplett ohne Gehzeit werden die Brötchen deutlich kompakter und gehen im Ofen schlechter auf.
Meist fehlt ein sauberer Einschnitt oder der Ofen ist nicht heiß genug. Auch ein zu straff geformter Teig kann dazu führen, dass die Brötchen ungleichmäßig aufplatzen. Ein scharfes Messer und ausreichend Anfangshitze helfen zuverlässig.
Absolut. Das Rezept ist erprobt, fehlertolerant und ideal für Backanfänger. Die kurze Gehzeit, die überschaubaren Zutaten und die klaren Schritte machen es sehr verlässlich – auch ohne viel Backerfahrung.
Meist liegt es an kleinen, aber entscheidenden Details im Hefeteig oder beim Backen. Zu heißes Wasser kann die Hefe schädigen, zu viel Mehl macht die Brötchen trocken und kompakt, und eine zu kurze Ruhezeit verhindert, dass sich genug Gärgase bilden. Achte auf einen weichen, leicht klebrigen Teig, eine kurze Ruhephase und ausreichend Hitze mit etwas Dampf im Ofen – dann werden die Brötchen innen fluffig und außen schön knusprig.


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Nützliche Helfer
Zutaten
Anleitungen
Hefeteig kneten und gehen lassen
- 300 ml Wasser mit 50 ml Milch mischen und auf Handwärme (bzw. lauwarm) erhitzen. 1 TL Zucker und 1 Päckchen Trockenhefe hinzufügen und in der Flüssigkeit auflösen, dann 10 bis 15 Minuten stehen lassen, so dass das Gemisch beginnt Blasen zur werfen bzw. zu schäumen.
- 20 g Butter in einem kleinen Topf auf dem Herd oder alternativ in der Mikrowelle schmelzen.
- 500 g Mehl, 1 EL Backmalz, geschmolzene Butter sowie die Hefe-Mischung in eine Rührschüssel füllen und ca. 5 Minuten mit der Küchenmaschine oder mit der Hand kneten. Danach 10 g Salz hinzufügen und noch einmal 5 Minuten kneten. Ist der Hefeteig zu klebrig, dann noch etwas Mehl unterkneten. In der Küchenmaschine sollte sich der Teig vom Rand lösen und am Boden haften bleiben für eine optimale Konsistenz.
- Die Rührschüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 30 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Derweil eine feuerfeste Schale auf den Boden des Backofens stellen und diesen auf 200 °C Ober/Unterhitze vorheizen.
Brötchen formen und backen
- Die Arbeitsfläche etwas mit Mehl bestäuben und den Teig aus der Schüssel holen. Noch einmal leicht durchkneten. Den Hefeeig zu einer Rolle formen und 8 gleich große Stücke davon abstechen, am besten mit einer Teigkarte.
- Jeden Teigling nun so bearbeiten, dass ein rundes Brötchen mit einem straffen Teig entsteht. Dafür das Stück Teig vom Rand her hochziehen und in die Mitte drücken. Ca. 5 bis 6 mal (oder auch ruhig öfter) rundherum wiederholen.
- Die geformten Brötchen mit der gefalteten Seite nach unten und der glatten Seite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Auf genügend Abstand zueinander achten, da die Brötchen noch aufgehen. Brötchen mit Wasser besprühen oder einpinseln.
- Mit einem sehr scharfen Messer oder einer Rasierklinge vorsichtig! jedes Brötchen der Länge nach ca. 1 cm tief einschneiden.
- Das Backblech auf der mittleren Schiene des Backofens einschieben und die Sonntagsbrötchen ca. 15 Minuten goldgelb bis goldbraun backen. Nach dem Backen auf einem Auskühlgitter abkühlen lassen.
Connys Anmerkungen
Nährwertangaben
Diese Angaben sind Richtwerte und wurden mittels Rezeptrechner errechnet.
WIE GEFÄLLT DIR MEIN REZEPT?
Hast du das Rezept schon ausprobiert? Dann erzähl mir gern, wie es dir gelungen ist! Hinterlasse einfach einen Kommentar hier unter dem Beitrag oder schreib mir auf Instagram, wie dir das Rezept geschmeckt hat. Ich freue mich über dein Feedback – ob Lob, Anregungen oder nette Kritik – alles ist willkommen! Liebe Grüße

















Liebe Conny
Ich habe heute dein tolles Rezept ausprobiert und gemerkt dass mein Teig ziemlich Funke und hart wird durch den backmalz, dieser ist in Pulver Form und dunkelbraun und in der Schweiz sehr schwer zu finden.
Auch hab ich bemerkt dass der Teig von vornherein sehr trocken und hart war trotz der Menge Angabe an die ich mich hielt. Hast du eine Idee woran es liegen könnte ? Gruß Kristina
Hallo liebe Kristina,
wenn dein Teig von vornherein trocken und hart war, so macht ihn Backmalz in Pulverform noch trockener.
Bei uns in Deutschland haben wir Mehl Typ 405 – das ist das feinste Weißmehl. Hast du ein ähnliches Weißmehl verwendet oder ein gröberes?
Weißmehle mit einem gröberen Mahlgrad brauchen von Natur aus mehr Wasser. Wenn du das feinste Weißmehl verwendet hast und du feststellst,
der Teig ist zu trocken und hart, dann füge Schritt für Schritt mehr Wasser hinzu. Ich würde da in 20 ml Schritten vorgehen.
Der Hefeteig sollte geschmeidig und weich sein. In der Küchenmaschine löst sich der Teig beim Kneten vom Rand, am Boden darf und sollte er noch haften bzw. kleben, dann ist die Konsistenz genau richtig.
Ich hoffe ich konnte dir damit etwas weiterhelfen. Bei weiteren Fragen melde dich einfach.
Liebe Grüße
Conny
Liebe Conny,
Die Brötchen sind sehr schnell zubereitet und schmecken wirklich lecker. Gab es nun schon das dritte Mal.
Leider sehen meine Brötchen nicht so schön aus wie deine, aber Übung macht den Meister.
Guten Morgen Conny-Susanne,
Ich habe Deine Website und dieses schöne Brötchenrezept heute erst entdeckt. Ich habe Eva Lievito Madre Naturhefe verwendet und werde den Teig daher so rund 15 Stunden gehen lassen (das bringt diese Hefe mit sich). Bin schon sehr gespannt ob’s funktioniert und freue mich schon aufs Ergebnis. Vielen Dank für das schöne Rezept.
Viele Grüße aus dem Bergischen Land,
Udo
Hallo Udo,
freut mich sehr, dass dir mein Rezept gefällt und vielen Dank für den Tipp mit der Naturhefe. Habe noch nie davon gehört und werde ich gleich mal ins Visier nehmen.
Viele Grüße, Conny
Liebe Conny,
Die Brötchen sind sehr schnell zubereitet und schmecken wirklich lecker. Gab es jetzt schon das dritte Mal bei uns 🙂
Leider sehen meine Brötchen nicht so schön aus wie deine, was den Geschmack aber natürlich nicht beeinträchtigt 🙂
Liebe Anika, das freut mich wirklich sehr. Das Aussehen der Brötchen ist reine Übungssache. Als ich angefangen habe Brötchen zu backen, waren diese auch nicht fototauglich, aber mit jedem Backen wurden sie auch fotogener. Die Hauptsache ist doch, dass sie gelingen und schmecken. Liebe Grüße Conny
200 Grad….
Ober-Unterhitze oder Umluft???
Hallo Iris,
200°C Ober/Unterhitze bitte. Sorry und danke für den Hinweis.
Die Angabe habe ich im Rezept ergänzt.
LG Conny
Und was macht man mit der Butter?
Hallo Richi,
die Butter wird geschmolzen und mit in den Teig gegeben.
LG Conny