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Mit meinem einfachen und schnellen Rezept für Pflaumenmarmelade wie von Oma holst du dir den Spätsommer ins Glas! Ob mit Pflaumen oder Zwetschgen – die Kombination mit Zimt und Vanille sorgt für ein wunderbar fruchtiges Aroma. Dank Gelierzucker 2:1 ist die selbstgemachte Marmelade im Handumdrehen fertig und schmeckt einfach köstlich auf frischem Brot oder Brötchen.

Pflaumenmarmelade selber machen ist ganz einfach! Mit reifen Pflaumen oder Zwetschgen, Gelierzucker 2:1, etwas Zimt und Vanille zauberst du im Handumdrehen einen herrlich fruchtigen Brotaufstrich nach Omas Rezept. Die Pflaumen-oder Zwetschgenmarmelade ist schnell gekocht und schmeckt auf frischen Brötchen genauso lecker wie zu Pfannkuchen oder als Füllung für Gebäck.
Wenn im Spätsommer die Pflaumen und Zwetschgen reif sind, lohnt es sich, gleich ein paar Gläser auf Vorrat einzukochen. Denn so kannst du den Geschmack der süßen Früchte auch lange nach der Pflaumensaison genießen. Die Pflaumenmarmelade lässt sich übrigens auch mit Tiefkühl-Pflaumen oder Zwetschgen zubereiten.
Vor ein paar Tagen habe ich von meinen Nachbarn die letzten Pflaumen dieser Saison geschenkt bekommen. Da habe ich natürlich nicht lange überlegt, was ich daraus mache! Ein paar Gläser selbstgemachte Pflaumenmarmelade mussten unbedingt noch sein. Denn so lässt sich der herrliche Geschmack der süßen Früchte noch ein bisschen länger genießen, auch wenn die Pflaumensaison inzwischen längst zu Ende geht.

Zutaten für Omas Pflaumenmarmelade
Für eine leckere Pflaumenmarmelade brauchst du keine ausgefallenen Zutaten. Entscheidend sind vor allem reife, aromatische Früchte, denn sie sorgen für den typischen Geschmack.
Diese Zutaten benötigst du:
- Pflaumen oder Zwetschgen: Verwende am besten reife, aromatische Früchte, denn sie bringen eine natürliche Süße mit und sorgen für einen besonders fruchtigen Geschmack. Sowohl Pflaumen als auch Zwetschgen eignen sich hervorragend.
- Gelierzucker 2:1: Damit wird die Marmelade schön streichfähig, ohne dass der Zucker den fruchtigen Geschmack zu sehr überdeckt. Außerdem sorgt das enthaltene Pektin dafür, dass die Marmelade beim Abkühlen geliert.
- Zitrone: Frisch gepresster Zitronensaft bringt eine angenehme Säure mit und gleicht die Süße der Pflaumen aus. Gleichzeitig unterstützt er die Gelierung.
- Zimt: Das warme, leicht würzige Aroma passt wunderbar zu Pflaumen und verleiht der Marmelade eine gemütliche, herbstliche Note.
- Vanillezucker: Die feine Vanillenote rundet den Geschmack ab und harmoniert besonders gut mit Zimt und den süßen Früchten.
- Nelken, gemahlen: Eine kleine Prise genügt, denn Nelken haben ein sehr intensives Aroma. Sie verleihen der Pflaumenmarmelade eine angenehm würzige Note, ohne den Fruchtgeschmack zu überdecken.
Mein Tipp: Wiege die Pflaumen erst nach dem Entsteinen ab. Denn nur so stimmt das Verhältnis zwischen Früchten und Gelierzucker. Wenn du stattdessen 1 kg ganze Pflaumen verwendest, bleibt nach dem Entfernen der Steine weniger Fruchtfleisch übrig.

Pflaumenmarmelade kochen – Schritt für Schritt
Hier zeige ich dir die Zubereitung Schritt für Schritt mit Fotos – alle genauen Mengen und die vollständige Druckversion findest du unten in der Rezeptkarte.
Bereite die Gläser für die Marmelade schon vor, bevor du mit der Pflaumenmarmelade loslegst: Lege die gründlich gereinigten Marmeladengläser sowie die Deckel in einen großen Topf, bedecke sie vollständig mit Wasser und lasse sie 10 Minuten sprudelnd kochen. Nimm sie anschließend mit einer sauberen Zange heraus und lasse sie umgedreht auf einem sauberen Küchentuch abtropfen.
Pflaumen oder Zwetschgen vorbereiten
1. Schritt: Zuerst wäschst du deine Pflaumen oder Zwetschgen gründlich, halbierst sie, entfernst die Kerne und schneidest die Hälften dann in Viertel. Die kleineren Stücke werden beim Kochen schneller weich. Danach wiegst du 1 kg der vorbereiteten Pflaumen ab und gibst sie in einen hohen Kochtopf.
Wenn du gefrorene Pflaumen oder Zwetschgen verwendest, so sind diese meist schon halbiert und entkernt, schneide sie dann einfach nur noch in Viertel.

2. Schritt: Nun presst du die Zitrone aus und gibst den Saft mit Vanillezucker und der Hälfte des Gelierzuckers zu den Früchten. Vermische alles gut miteinander.

3. Schritt: Die Früchte lässt du danach abgedeckt für 30 bis 60 Minuten saften.

Früchte weich kochen und pürieren
4. Schritt: Nach dem Saften kochst du die Pflaumen für 15 Minuten mit Deckel bei mittlerer Hitze weich. Ab und zu rührst du sie mal um, damit nichts am Topfboden ansetzt.

5. Schritt: Die Pflaumen pürierst du nun ganz fein (so wie ich) oder du kannst sie auch nur zum Teil pürieren, wenn du deine Marmelade stückiger magst. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass auch bei mir schon mal während des Pürierens ein paar farbechte Spritzer an der Wand gelandet sind. Deshalb verwende zum Pürieren ein möglichst hohes Gefäß, falls du keinen hohen Topf zur Verfügung hast.

Pflaumenmarmelade kochen und abfüllen
6. Schritt: Die Gewürze (Zimt und gemahlene Nelken) sowie den Rest des Gelierzuckers gibst du nun zum Fruchtmus und rührst alles gut um.

7. Schritt: Die Marmelade lässt du nun noch einmal 4 bis 5 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen. Danach machst du die Gelierprobe: Du gibst etwas heiße Marmelade auf einen gekühlten Teller. Wird sie nach kurzer Zeit dicklich und läuft beim Kippen des Tellers nicht mehr herunter, ist die Marmelade fertig.

8. Schritt: Deine Pflaumenmarmelade füllst du noch heiß in Schraubgläser und verschließt diese sofort mit den Deckeln. Ein Umdrehen der Gläser ist nicht notwendig, da sich ein Vakuum von allein beim Abkühlen der Marmelade bildet. Die Schraubgläser geben dann meist nach einiger Zeit ein „Knacken“ von sich. Das Knacken ist das beste Zeichen dafür, dass deine Marmelade luftdicht verschlossen ist.

Meine Tipps für die perfekte Pflaumenmarmelade
Damit deine Pflaumenmarmelade nicht nur lecker schmeckt, sondern auch die richtige Konsistenz bekommt, solltest du ein paar Kleinigkeiten beachten.
Pflaumen oder Zwetschgen – was eignet sich besser?
Für selbstgemachte Pflaumenmarmelade kannst du sowohl Pflaumen als auch Zwetschgen verwenden. Besser gesagt mit Zwetschgen ist es ja dann eine Zwetschgenmarmelade.
Die Früchte unterscheiden sich die etwas in ihrer Beschaffenheit. Pflaumen sind meistens rundlicher, saftiger und haben weicheres Fruchtfleisch. Dadurch eignen sie sich besonders gut für eine feine, streichfähige Marmelade.
Zwetschgen sind dagegen eher länglich, haben festeres Fruchtfleisch und enthalten häufig etwas weniger Wasser. Außerdem lassen sich ihre Steine bei vielen Sorten leichter entfernen.
Beide Früchte ergeben eine leckere Marmelade. Deshalb kannst du einfach die Sorte verwenden, die du gerade zur Hand hast. Wichtig ist nur, dass die Früchte reif und aromatisch sind.
Pflaumenmarmelade fein oder stückig zubereiten?
Ob du deine Pflaumenmarmelade lieber samtig-fein oder mit kleinen Fruchtstückchen magst, ist reine Geschmackssache.
Wenn du eine besonders feine Marmelade möchtest, pürierst du die gekochten Früchte gründlich mit einem Stabmixer. Magst du dagegen noch kleine Pflaumenstückchen, reicht es aus, die Marmelade nur kurz zu pürieren.
Du kannst die Früchte auch einfach mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. So bleibt die Marmelade etwas rustikaler und bekommt eine schöne, fruchtige Struktur.
Gut zu wissen: Die Pflaumenschale darf ruhig mit in die Marmelade. Denn sie wird beim Kochen weich und lässt sich anschließend gut mitpürieren. Außerdem trägt sie zur kräftigen Farbe bei.
Gelierprobe – so erkennst du, ob die Marmelade fest wird
Die Gelierprobe ist besonders wichtig, weil du damit schon vor dem Abfüllen überprüfen kannst, ob deine Pflaumenmarmelade die richtige Konsistenz bekommt.
Gib dafür einen kleinen Teelöffel der heißen Marmelade auf einen kalten Teller und lasse sie kurz abkühlen. Wird die Masse deutlich fester und verläuft beim Schräghalten des Tellers kaum noch, ist die Gelierprobe gelungen.
Bleibt sie dagegen sehr flüssig, kannst du die Marmelade entsprechend den Angaben des Gelierzuckerherstellers noch einmal kurz aufkochen und anschließend erneut testen.
Mein Tipp: Stelle den Teller bereits vor dem Kochen in den Kühlschrank. So kühlt die Marmelade bei der Gelierprobe schneller ab und du kannst die Konsistenz besser beurteilen.

Pflaumenmarmelade verfeinern – leckere Varianten
Schon mit Zimt, Vanille und Nelken schmeckt Omas Pflaumenmarmelade wunderbar aromatisch. Allerdings kannst du das Grundrezept auch ganz einfach verändern und verschiedene Geschmacksrichtungen ausprobieren.
Diese Varianten passen besonders gut:
- Pflaumen-Zimt-Marmelade mit Zimtstange: Verwende statt gemahlenem Zimt eine kleine Zimtstange und lasse sie mitkochen. Entferne sie unbedingt vor dem Pürieren und Abfüllen.
- Mit echter Vanille: Ersetze den Vanillezucker durch das Mark einer halben Vanilleschote, wenn du ein besonders feines Vanillearoma möchtest.
- Mit Sternanis: Ein kleiner Sternanis verleiht der Marmelade eine leicht würzige Note. Besonders in der Weihnachtszeit schmeckt diese Variante richtig lecker.
- Mit Rum: Ein kleiner Schuss brauner Rum sorgt für ein kräftigeres Aroma. Beachte allerdings, dass der Alkohol beim kurzen Aufkochen nicht vollständig verdampft.
- Mit Rotwein: Ersetze einen kleinen Teil der Pflaumen durch etwa 100 ml trockenen Rotwein. Dadurch bekommt die Marmelade ein besonders vollmundiges, leicht herbes Aroma, das wunderbar mit Zimt und Nelken harmoniert. Achte dabei auf die Gelierzuckerangaben und mache unbedingt eine Gelierprobe.
- Mit Apfel: Auch Pflaumen und Äpfel harmonieren hervorragend miteinander. Wenn du einen Teil der Pflaumen durch Äpfel ersetzt, solltest du das Gesamtgewicht der Früchte und die Gelierzuckerangaben beachten.
Magst du den ursprünglichen Pflaumengeschmack besonders gerne, würde ich es mit zusätzlichen Gewürzen allerdings nicht übertreiben. Denn schließlich sollen die süßen Früchte im Mittelpunkt stehen.
Rezeptempfehlungen

Haltbarkeit und Aufbewahrung von Pflaumenmarmelade
Damit du möglichst lange Freude an deiner selbstgemachten Pflaumenmarmelade hast, solltest du vor allem auf saubere Gläser und eine sorgfältige Zubereitung achten.
Verwende deshalb nur gründlich gereinigte, hitzebeständige Gläser mit intakten Deckeln. Außerdem solltest du die heiße Marmelade möglichst zügig abfüllen und die Gläser sofort fest verschließen.
Wie lange ist selbstgemachte Pflaumenmarmelade haltbar?
Wenn du die Pflaumenmarmelade hygienisch zubereitest, kochend heiß in saubere, geeignete Gläser füllst und diese sofort fest verschließt, ist sie ungeöffnet etwa 6 bis 12 Monate haltbar. Vorausgesetzt, die Gläser sind richtig verschlossen und werden kühl, trocken und dunkel gelagert.
Nach dem Öffnen solltest du die Pflaumenmarmelade im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa 2 bis 4 Wochen verbrauchen. Verwende außerdem immer einen sauberen Löffel, damit keine Keime in die Marmelade gelangen.
Falls sich Schimmel bildet oder die Marmelade ungewöhnlich riecht oder gärt, solltest du den gesamten Glasinhalt entsorgen.
Auch das Bundeszentrum für Ernährung gibt hilfreiche Tipps, wie du selbstgemachte Marmelade richtig zubereitest, abfüllst und lagerst, damit sie möglichst lange haltbar bleibt.

FAQ | Häufige Fragen zu Pflaumenmarmelade
Nein, du musst Pflaumen für Marmelade nicht schälen. Die Schale wird beim Kochen weich und kann problemlos mitpüriert werden. Außerdem enthält sie Farbstoffe, die deiner selbstgemachten Pflaumenmarmelade eine schöne kräftige Farbe verleihen.
Ja, du kannst Pflaumenmarmelade auch aus tiefgekühlten Pflaumen zubereiten. Am einfachsten funktioniert das, wenn die Früchte bereits vor dem Einfrieren entsteint wurden.
Lasse die Pflaumen zunächst auftauen und verwende den dabei austretenden Fruchtsaft mit. Anschließend kannst du die Marmelade wie gewohnt zubereiten.
Für 1 kg entsteinte Pflaumen benötigst du 500 g Gelierzucker 2:1. Bei diesem Mischungsverhältnis kommen auf zwei Teile Früchte ein Teil Gelierzucker. Wenn du stattdessen Gelierzucker 1:1 oder 3:1 verwendest, musst du die Zuckermenge entsprechend anpassen.
Wenn deine Pflaumenmarmelade nicht fest wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Häufig wurde sie nicht lange genug sprudelnd gekocht oder das Verhältnis zwischen Früchten und Gelierzucker stimmt nicht. Auch sehr saftige Früchte können die Gelierung beeinflussen.
Der wichtigste Unterschied liegt in der Zubereitung und im Zuckergehalt.
Pflaumenmarmelade wird meistens mit Gelierzucker gekocht und ist deshalb relativ schnell fertig. Sie hat eine fruchtige, streichfähige Konsistenz.
Pflaumenmus wird dagegen über einen deutlich längeren Zeitraum eingekocht, häufig sogar mehrere Stunden. Dabei verdampft ein großer Teil des Wassers, sodass eine dunkle, dicke und besonders intensive Fruchtmasse entsteht. Oft kommt Pflaumenmus mit wenig oder sogar ganz ohne zusätzlichen Zucker aus.

Noch mehr leckere Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen
Du hast noch Pflaumen oder Zwetschgen übrig? Dann probiere unbedingt mein Pflaumenmus aus dem Backofen, das ganz ohne ständiges Rühren gelingt. Auch mein Zwetschgenlikör ist eine tolle Möglichkeit, die süßen Früchte zu verwerten. Wenn du lieber etwas backen möchtest, kann ich dir meinen saftigen Zwetschgenkuchen oder den knusprigen Zwetschgen Crumble empfehlen.
Und falls du gerne Vorräte für den Winter anlegst, findest du bei mir noch viele weitere Marmeladen-Rezepte zum Selbermachen.

Pflaumenmarmelade – Omas Rezept
Sterne anklicken zum BewertenNützliche Helfer
Zutaten
- 1000 g Pflaumen oder Zwetschgen
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Zitrone
- 1 TL Zimt
- ¼ TL Nelken gemahlen
Anleitungen
- 1000 g Pflaumen oder Zwetschgen waschen, entkernen und vierteln, danach in einen hohen Topf füllen.
- 1 Päckchen Vanillezucker, die Hälfte des Gelierzuckers und den Zritronensaft zu den Früchten geben und alles vermengen.
- Die Pflaumen (oder Zwetschgen) für 30 bis 60 Minuten abgedeckt Saft ziehen lassen.
- Anschließend mit Deckel für 15 Minuten köcheln, ab und zu umrühren.
- Je nach Vorliebe die Früchte mit dem Stabmixer komplett fein pürieren oder einen Teil stückig lassen.
- 1 TL Zimt, ¼ TL Nelken gemahlen und den Rest des Gelierzuckers hinzufügen und verrühren.
- Unter ständigem Rühren die Marmelade für 4 bis 5 Minuten sprudelnd kochen lassen und dann die Gelierprobe machen (Anleitung siehe Anmerkungen).
- Die Pflaumenmarmelade noch heiß in Schraubgläser abfüllen und sofort verschließen.
Connys Anmerkungen
Nährwertangaben
Diese Angaben sind Richtwerte und wurden mittels Rezeptrechner errechnet.
WIE GEFÄLLT DIR MEIN REZEPT?
Hast du das Rezept schon ausprobiert? Dann erzähl mir gern, wie es dir gelungen ist! Hinterlasse einfach einen Kommentar hier unter dem Beitrag oder schreib mir auf Instagram, wie dir das Rezept geschmeckt hat. Ich freue mich über dein Feedback – ob Lob, Anregungen oder nette Kritik – alles ist willkommen! Liebe Grüße

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Conny-Susanne
Ich bin Conny – leidenschaftliche Familienköchin, Foodbloggerin und stolze Oma. In meiner Küche wird seit Jahren geschnippelt, probiert und verbessert, oft mit einer guten Portion Humor. Hier findest du nur Rezepte, die in meiner Küche erprobt und gelingsicher sind – einfach, zuverlässig und mit viel Herz. 💛